Aktuelles der Arztpraxis Michael Blumenstein, Gesundheitszentrum Wincklerbad, Bahnhofstr. 12,

Bei uns in der Praxis tut sich einiges:

Unsere Praxis ist ein Bollwerk für Ihre Gesundheitsdaten.
Unser altes Praxisprogramm „Quincy für DOS“ wurde nicht mehr unterstützt.
Der Wechsel für uns: sehr ungern, denn Datensicherungen unter DOS waren sehr einfach, ebenso deren Schutz gegen Zugriffe aus dem Internet.

Wir haben uns für S3 als neues Praxisprogramm entschieden.
Damit kamen, wie auch bei allen anderen Windows-Systemen, Sicherheitsprobleme.

Die Sicherheit der Praxis-EDV mußten wir deshalb extrem steigern und trotzdem die notwendigen Arbeiten und Dokumentationen weiter möglich lassen.

Die Daten der Praxis sind extrem geschützt:

Es gibt 2 Netzwerke, die völlig unterschiedlich behandelt werden:
Das Internet mit extremer Kontrolle über Firewall, Anti-Virus, Anti-Wurm, Anti- Spyware etc.
Das Praxisnetzwerk ist die vertraute Umgebung, abgesichert vor dem Internet und einfach im alltäglichen Gebrauch.

Die Woche vom 17.06.20120 bis 24.06.2010 war nicht klar, ob das Praxisnetzwerk ausreichenden Schutz gegenüber dem Internet hatte.

Wir haben eine ganze Woche ohne EDV gearbeitet, es war furchbar belastend, am Ende ist aber eine klare Sicherheitsphilosopie entstanden, die die Praxis erneut zur sicheren Burg gegen Hacker gemacht hat.
Eine unbeaufsichtigte Fernwartung ist unmöglich, eine gemeinsame, kontrollierte Fernwartung auf unseren Wunsch hin möglich, wobei ich während der Fernwartung den Zugriff auf Patientendaten verhindern kann und dies natürlich auch tue, es gibt 2 schwer Kranke Patienten (die real nicht existieren), bei denen alle Funktionen/Fehlfunktionen im Programm erkannt werden können.

Es erfolgt selbstverständlich auch keine Datensicherung im Internet oder ähnlichen Lösungen, Ihre Daten werden in der Praxis 1x jede Woche vollständig gesichert, an jedem Abend erfolgt die Sicherung der Daten, die sich seit dem Vortag geändert haben.

Die Sicherungmedien werden selbstverständlich außerhalb der Praxis unter Verschluß gehalten.

Durch dieses Vorgehen läßt sich der Datenbestand bis zum Ende des Vortages wiederherstellen, die Daten des aktuellen Tages aber nicht (es sei denn aus dem Gedächtnis heraus).

Was immer Sie mir erzählt haben, das bleibt unter uns.
Waren es schwere seelische Belastungen oder Schicksalsschläge, dann steht dies nicht einmal im PC, denn ich fände es daneben, Sie nicht anzuschauen sondern mich von Ihnen abzuwenden, damit ich alles in den PC schreiben kann.

Im Umgang mit Datenqualitäten und alltäglichen Bedürfnissen an das Programm S3 unterscheiden sich Herr Ludwig und ich beträchtlich, wir kommen 'halt auch aus 2 Fachgruppen.

Auch im vertraulichen Bereich werde ich, soweit irgend möglich, diskriminierende Diagnosen nicht übertragbar machen (Gegenüber den Krankenkassen und der Kassenärztlichen Vereinigung).

Aber: es muß eine Diagnose erscheinen, die alle nötigen Therapien rechtfertigt.

Das ist schwierig, denn auch die „Ersatzdiagnose“ muß der Wahrheit entsprechen.

Aber: Ein Burn-out hört sich doch netter an als eine Depression.

Eines kann ich Ihnen garantieren:

Bei mir gibt es keine unbeaufsichtigte Fernwartung der Praxissoftware. Ich kann lediglich (beaufsichtigt) die Wartungsarbeiten erlauben, dann beobachten und darauf achten, daß garantiert kein Zugriff auf persönliche Daten erfolgt.
Das sollte ja eigentlich selbstverständlich sein!
Ausfallzeiten der EDV sollten sich so minimieren lassen.

Wir wollen alle hoffen, daß uns die Gesundheitskarte nicht um die Reste der ärztlichen Schweigepflicht bringt.

Falls erforderlich, werden wir selbstverständlich (soweit möglich) an Ihrer Seite stehen.

Ihr Praxisteam Blumenstein