Die alte Post

Die Post in Bad Nenndorf wurde ab 1911 im jetzigen Praxisgebäude untergebracht. Als sie den Erfordernissen nicht mehr gerecht wurde, erfolgte im Jahre 1991 der Umzug in die Bahnhofstraße 30.
Wie es das Schicksal so will: Ich war drei Jahre als Mieter in der Bahnhofstraße 30 und wurde weitere 3 Jahre später zum Mieter in der alten Post.
Das obige Bild ist Nostalgie. Gelbe Telefonzellen vor dem Postamt.
Ich bin weiterhin der Meinung, dass die „Privatisierung“ ehemals „amtlicher“ Dienstleistungen der größte machbare Fehler der Wirtschaftspolitik gewesen ist.
Bahn, Post, Versorgung mit Energie und Wasser war über mehrere Jahrzehnte sichergestellt, mit Hilfe eines Monopoles unter staatlicher Überwachung.
Es wird nur EINER die Strom-, Gas- oder Telefonleitung in einen Haushalt legen. Alles andere wäre wirtschaftlicher Wahnsinn. Die Vergütung dieser „letzten Meile“ ist reine Willkür. Wie kann man behaupten, der Netzzugang der Post für andere sei zu teuer, obwohl die Post wirtschaftlich im Minus ist?
Die gesetzlich vorgeschriebene Erfüllung der Grundbedürfnisse (Information [Post], Wärmeversorgung [Gas und Strom], Stromversorgung, Mobilität [Bahn], Sicherstellung von Transporten [Bahn und Post] ist Grundvoraussetzung jeder modernen Gesellschaft.
Diese Globalisierung bringt uns in Zeiten (selbst nur geringer wirtschaftlicher Unsicherheit) vollständig in die Anarchie.
Der Kaufvertrag, der unten abgebildet ist, belegt den Erwerb des Gebäudes für die Reichspost im Jahre 1911. Ein Reich und EINE Post.


Der Kaufvertrag für das Postgebäude