Der Glauben meiner Patienten, ebenso wie kulturelle Eigenarten oder rassische Besonderheiten interessieren mich, es geht darum voneinander zu lernen.
Für mich als Arzt wichtig: Womöglich verlaufen Infekte aufgrund rassischer Besonderheiten anders ab.

Jeder Mensch braucht ein Zuhause für seinen Körper (Seine Wohnung oder sein Haus).

Dieses Hausrecht hat in Deutschland einen hohen Wert im Rechtssystem, es bedarf beispielsweise eines richterlichen Durchsuchungsbeschlusses, wenn z. B. Polizisten in die eigene Wohnung durchsuchen wollen.

Das Herz braucht ein Zuhause: Die Familie, Frau und Kinder, Eltern und Enkel, Brüder und Schwestern.
Dieser Umgang untereinander ist teilweise durch das geltende Recht geregelt. Dabei gelten im Recht die abendländischen Traditionen, die Menschen anderer Kultur oder anderen Glaubens womöglich nur schlecht bzw. garnicht akzeptieren können.

Die Seele braucht ein Zuhause: Den Glauben.

Gerade in Zeiten von Krankheit und Bedrängnis ist der Glaube wichtig.
Bei schwerer Erkrankung oder zum Lebensende bete ich oft mit meinen Patienten. Da Christen, Juden und Muslime an einen Gott glauben, müssen wir alle zum selben Gott beten. Der kulturellen Form für einen Muslim oder Juden zu beten werde ich wahrscheinlich nicht gerecht, aber bei Gottes Allmacht ist dies sicherlich unwichtig.

Die Erwartungen, wie ein Mensch sein Lebensende gestalten möchte sind sehr wichtig für mich. Daran fühle ich mich gebunden.
Eigentlich ist der Tod unser Freund, der uns in der Regel aus schwerem Leiden befreit.
Ganz wichtig: der Sterbeprozeß ist sehr oft mit Schmerzen und Ängsten verbunden. Da gibt es glücklicherweise mittlerweile sehr viele gute Medikamente die das Leid lindern können.