Kostendämpfung

Mit den Kosten ist das problematisch:

Ab dem 01.04.2007 übernimmt die Bundesregierung die Gesundheitsversorgung, jedenfalls das, was sie davon noch übrig läßt.
Es tut mir leid, die Patienten, die ich betreue, sind weitaus teurer, fast das doppelte. Zur kontinuierlichen Versorgung müßte ich jeden Monat 2-4 Tausend Euro übrighaben, dies insbesondere durch teure Schmerztherapien.

Ab dem 01.04.2007 gilt das Budget verpflichtend, jeder Arzt, der höhere Ausgaben veranlaßt, muß dafür auch aufkommen, egal ob zwingend nötig, oder nicht.

So wie das Budget festgesetzt wurde, wird die Verordnung von überalterten, häufig leider auch nebenwirkungsbehafteten Medikamenten zur Norm erklärt. Behandlung von Gesundheitsrisiken wird nicht mehr möglich sein, selbst die Behandlung von Krankheiten ist ja schon eingeschränkt.
Dies hat 2 Seiten: Für die Patienten entfällt oft die Zuzahlung. Oft stehen aber moderne Medikamente, mit besserer Wirksamkeit oder weniger Nebenwirkungen zur Verfügung. Im Regelfalle wird dies aber nicht Teil der kassenärztlichen Versorgung sein.

Bei den Schmerzpatienten werde ich mich für eine „Integrierte Versorgung“ einsetzen, enge Vernetzung der medizinischen Anlaufstellen für Schmerzpatienten sowie eine erweiterte Betreuung im Dschungel von Ämtern und Behörden.
Dafür sind gesonderte Verträge mit den einzelnen Krankenkassen abzuschließen. Ich hoffe, daß diese rechtzeitig zustande kommen, sonst bleibt ja nicht einmal genug Geld für die Schmerzpatienten.

Ich werde unsere Praxis auch nach dem 01.04.2007 fortführen, aber mit all den von der Politik festgesetzten Leistungseinschränkungen.

Den Schmerzpatienten werde ich jeweils mitteilen, welche Krankenkassen sich an der „Integrierten Versorgung“ beteiligen. Auf Dauer bringt die integrierte Versorgung Kosteneinsparungen, insbesondere bei rechtzeitigem Beginn kompetenter Therapie.
Patienten mit schon chronischen Schmerzen werden zusätzliche Schmerzlinderung und psychosoziale Hilfen erhalten.